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Urin-Attacke: Täter pinkeln in Weihwasser von Kirche

Urin-Attacke

Täter pinkeln in Weihwasser von Kirche

Unbekannte urinierten wiederholt in das Weihwasser einer Kirche in Aarburg AG. Der Diakon ist schockiert: «Diese Urin-Attacken sind einfach nur traurig.»

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pro
Aktualisiert

Dieser Zettel hängt am Becken, das eigentlich mit Weihwasser gefüllt sein sollte.

PD

Weihwasser darf in keiner katholischen Kirche fehlen. Mit dem gesegneten Wasser reinigen sich die Gläubigen beim Betreten der Kirche symbolisch. Doch in der katholischen Kirche Guthirt in Aarburg AG ist im Moment kein geweihter Tropfen zu bekommen.

Der Grund dafür ist alles andere als hygienisch: Unbekannte Täter haben im Dezember in das Weihwasser der Kirche uriniert, wie Tele M1 berichtet. Der Diakon und Gemeindeleiter der Pfarrei Guthirt, Markus Stohldreier, bestätigt das gegenüber 20 Minuten: «In meinen 36 Jahren als Theologe habe ich noch nie etwas Vergleichbares erlebt.»

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Sigrist bemerkte Gestank

Der Sigrist der Kirche schaue jeweils nach, ob noch genügend Weihwasser da sei, sagt Stohldreier: «Bei einer Kontrolle im Dezember bemerkte er einen Gestank.» Schnell sei klar gewesen, dass jemand in den Kessel mit Weihwasser uriniert habe. Dieser sei dazu da, dass sich die Gläubigen Weihwasser rauslassen und es mit nach Hause nehmen können.

Schnell habe der Sigrist reagiert, den Kessel gründlich gereinigt und nachgefüllt. Doch: «Leider wurde wieder in den Weihwasserkessel uriniert», so der Diakon. Danach sei der Kessel zunächst im Pfarrhaus deponiert und abgeschlossen worden – «damit so etwas nicht nochmals passieren kann».

Attacke passierte am helllichten Tag

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Doch auch das habe die Täter nicht gestoppt: Sie hätten stattdessen einfach in die Weihwasserbecken am Kircheneingang gepinkelt. «Nach diesen Geschehnissen haben wir uns entschieden, zunächst kein Weihwasser nachzufüllen», sagt Stohldreier. Auch jetzt noch sind die Becken leer, Zettel machen auf den Pinkel-Angriff aufmerksam.

Besonders dreist: «Die Täter müssen am helllichten Tag ins Weihwasser uriniert haben», so der Diakon. Denn in der Nacht sei die Kirche abgeschlossen – um Vandalismus vorzubeugen.

«Die Gemeinde ist schockiert»

Stohldreier findet deutliche Worte für die Übeltat: «Diese Urin-Attacken sind einfach nur traurig.» Es sei für ihn unfassbar, wie rücksichtslos die Täter seien. «Die Gemeinde ist schockiert.» Doch das sei wohl das Ziel der Täter gewesen, sagt der Diakon.

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Er glaubt nicht, dass alles nur ein Lausbubenstreich war: «Sonst hätten die Täter nicht wiederholt zugeschlagen.» Stohldreier vermutet, dass sie wohl bewusst religiöse Gefühle verletzen wollten. Aber: «Wer dafür verantwortlich ist, weiss ich nicht.»

Bald will der Diakon wieder Weihwasser einfüllen. Stohldreier: «Wir hoffen, dass so etwas nie mehr passiert.»

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