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ErlebnisrundgängeStadtführung zu Basels urbanen Trendsettern

Sollen Basler auf eine Führung in der eigenen Stadt? Baslern und Expats zeigt ein Start-up szenige Hotspots und Macher fernab der klassischen Sehenswürdigkeiten.

von
lha
Aktualisiert

Sehenswürdigkeit Gundeldingerfeld: Stadtimker Andreas Seiler erklärt auf der Localholic-Tour die Biodiversität der Stadt.

Mathias Mangold

«Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah», dichtete schon Johann Wolfgang von Goethe. Warum also nicht einmal die eigene Stadt neu entdecken und daheim zum Touristen werden? Das Start-up einer jungen Thurgauerin, die vor vier Jahren nach Basel zog, animiert genau dazu.

Mit ihrem Unternehmen namens Localholic bietet die 26-jährige Carla Frauenfelder Stadtrundgänge an, spricht aber lieber von «Erlebnisrundgängen». Denn Sehenswürdigkeiten werden auf der Tour links liegengelassen. Stattdessen werden Trendspots in der Stadt angesteuert. 20 Minuten war an der Premiere dabei.

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Projekte und Protagonisten statt Sightseeing

Das ehemalige Sulzer-Areal ist heute ein Biotop für Kulturschaffende, Gastronomen, Handwerker und Kleinunternehmen. Hier auf einem begrünten Flachdach sind die Bienenvölker von Stadtimker Andreas Seiler zu Hause.

Den Teilnehmern der Localholic-Tour erklärt Seiler selbst, warum die Stadt der bessere Ort für Bienen ist als das Land. So ist es an allen weiteren Stopps. Insiderwissen wird vermittelt, lokale Kost und Bier verköstigt.

Stadt Sehenswürdigkeiten werden Projekte präsentiert und das Gespräch mit den jeweiligen Protagonisten ermöglicht. Bei den Urban Farmers, auf dem Rheintaxi oder im Holzpark Klybeck. «Man lernt dabei wirklich das Lokale kennen», sagt Frauenfelder.

Und das bietet ausgerechnet eine zugewanderte Thurgauerin. «Mir hat so ein Angebot in Basel noch gefehlt», sagt sie. Bevor sie 2012 nach Basel kam, wohnte sie eine Zeit lang in Hamburg, wo sie an einer Tour teilnahm, die ihr die Stadt aus der Sicht der Locals zeigte. «Ich erkunde Städte sehr gern», sagt sie. Das tat sie dann auch in Basel. Und im Zuge ihrer eigenen Entdeckungsreise merkte sie, dass solche Touren auch hier möglich wären.

Tipp für Expats, aber auch für Locals

Letzten Sommer reifte die Idee zum Projekt und im Januar wurde daraus das Start-up Localholic. Noch ist es nur eine Nebenbeschäftigung für die Projektleiterin einer Marketingfirma. Das Konzept von Localholic lasse sich aber auch auf andere Städte ausdehnen, so Frauenfelder. Insbesondere dort, wo viele Expats leben, sieht sie Potenzial. «Expats bleiben länger als Touristen in der Stadt und sind sehr neugierig», sagt die Jungunternehmerin.

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Allerdings seien die Erlebnistouren auch für Einheimische interessant, betont sie. Die nächste Führung findet am 16. Juli statt.

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